Warum der Estrid-Rasierer im Selbsttest enttäuscht hat

Warum der Estrid-Rasierer im Selbsttest enttäuscht hat

In zahlreichen Geschichten von verschiedenen Influencern, als Werbeanzeige oder Feed-Beitrag – immer wieder wurde unserer Autorin der Nassrasierer von Estrid angepriesen. Die Rasur mit diesem sollte eine schmerzfreie Angelegenheit für Haut, Geldbeutel und den Planeten sein, so das Versprechen. Doch die Realität sah im Selbsttest etwas anders aus.

Estrid bestellen – so geht’s!

Der Rasierer kann für 9,95 Euro im Starter Kit bestellt werden, das einen Rasiergriff, zwei Fünf-Klingen-Wechselköpfe und eine Duschhalterung enthält. Also nichts wie los! Nachdem man die Farbe ausgewählt hat (ich entscheide mich für “Bloom”, ein Baby Pink), muss man sich für ein Abo entscheiden, wie oft man mit Wechselköpfen ausgestattet werden möchte. Alle zwei, drei oder vier Monate erhält man dann vier neue Wechselköpfe zum Preis von 9,95 Euro. Das Schöne daran ist, dass man das Abo jederzeit pausieren oder kündigen kann. Im dritten Schritt können noch Extras wie eine Bodylotion oder eine Rasierer-Hülle hinzugefügt werden.

Das Packaging

Das recycelbare Packaging, in dem der Rasierer geliefert wird, ist genauso schick wie der Rasierer selbst. Mir persönlich hat das cleane, minimalistische Design und der matte Look des Rasierers gut gefallen. Er liegt außerdem gut in der Hand und fühlt sich hochwertig an. Im Gegensatz zu meinen vorherigen Rasierern besteht er nicht aus Plastik, sondern aus Stahl und ist daher deutlich schwerer. Damit er während der Rasur nicht aus der Hand rutscht, ist die Innenseite mit einer Gummischicht versehen.

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Die Handhabung

Der Rasierer liegt sehr gut in der Hand und schon nach einmaliger Anwendung spürte ich keine Stoppeln mehr auf meinem Bein. Es war nicht notwendig, mehrmals über die gleiche Stelle zu rasieren. Außerdem musste ich keinen Druck ausüben und konnte sanft über die Haut gleiten. Allerdings war die Gel-Schicht, die der Rasierer produziert, extrem irritierend. Meine Beine fühlten sich glitschig an. Aufgrund der Menge an Gel konnte ich Achseln und Bikinizone nicht gut rasieren, da ich immer wieder abrutschte. Auch die Beweglichkeit des Rasierkopfes war für mich bei kleinen Körperstellen wichtig. Obwohl diese beim Estrid-Rasierer gegeben ist, ist sie im Vergleich zu anderen Rasierern deutlich eingeschränkter. Für Achseln und Bikinizone griff ich daher wieder zu meinem alten Gilette-Rasierer.

Nach dem Abtrocknen musste ich dann leider feststellen, dass die starke Gel-Schicht der Grund dafür war, dass mein Bein sich so schnell so super glatt anfühlte. Jetzt spürte ich plötzlich wieder mehrere Stellen mit Stoppeln.

Wie lange hält die Rasur mit dem Estrid?

Nach etwa vier Anwendungen war die produzierte Gel-Schicht zum Glück nicht mehr ganz so stark und ich konnte wieder gründlicher rasieren. Doch nun musste ich öfter über eine Stelle fahren und etwas stärker aufdrücken. Die Folge – zumindest bei meiner Haut: Rasierpickelchen. Ich benutze den Rasierer etwa einmal pro Woche und werde nach zwei Monaten den Rasierkopf auswechseln. Die Klingen sind jedenfalls nicht schnell stumpf geworden.

Einzigartigkeit

Kürzlich las ich in einer Bewertung für den Estrid-Rasierer, dass die Wechselköpfe – die angeblich nur auf den Estrid-Rasierer passen sollten und umgekehrt – gar nicht so einzigartig sind, wie behauptet. Sie sollen den Rasierköpfen des “Bodyrasierers” von Isana Men ähneln. Dies musste ich natürlich direkt überprüfen und besorgte mir die günstigeren Ersatzklingen in der Drogerie.

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Die günstigeren Klingen aus der Drogerie passen ebenfalls auf den Estrid-Rasierer

Und tatsächlich: Die Wechselköpfe ähneln sich stark und passen perfekt auf den Estrid-Rasierer. Auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt keinen Unterschied. Die Ersatzklingen von Isana habe ich im 4er-Set für 5,49 Euro bekommen, statt für 9,95 Euro im Estrid-Abo.

Fazit

Ich werde den Rasierer auf jeden Fall weiterhin verwenden. Er erledigt seine Arbeit und optisch finde ich ihn nach wie vor äußerst ansprechend. Auch die Rasierer-Hülle ist vor allem auf Reisen praktisch. Ein Gamechanger ist der Rasierer von Estrid für mich jedoch nicht. Das Abo werde ich kündigen. Wenn ich Ersatzklingen benötige, ist Rossmann direkt um die Ecke.