Tipps für geschwollene Zitzen bei Hunden

Tipps für geschwollene Zitzen bei Hunden

Wenn dein Hund geschwollene Zitzen hat, gibt es verschiedene Ursachen, von Scheinschwangerschaften über Allergien bis hin zu ernsteren Erkrankungen wie Mastitis oder Krebs. In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten solltest und wie du deinem Vierbeiner helfen kannst.

Häufige Ursachen für geschwollene Zitzen beim Hund

1. Scheinträchtigkeit

Eine Scheinträchtigkeit kann bei kastrierten und unkastrierten Hündinnen auftreten. Typische Symptome sind Unruhe, vergrößerte Milchdrüsen und eine gewisse Milchproduktion. Wenn deine Hündin scheinträchtig ist, kann das verschiedene Verhaltensänderungen und körperliche Beschwerden mit sich bringen.

2. Läufigkeit

Bei nicht kastrierten Hündinnen können geschwollene Zitzen etwa 35 Tage nach dem Eisprung auftreten. Diese Veränderungen sind normal und gehen in der Regel nach einigen Wochen von alleine zurück, solange keine weiteren alarmierenden Symptome auftreten.

3. Schwangerschaft

Die häufigste Ursache für geschwollene Zitzen bei Hündinnen ist eine Schwangerschaft. Etwa 2-3 Wochen nach der Empfängnis können Veränderungen an den Brustwarzen und Brüsten festgestellt werden. Weitere Anzeichen für eine Schwangerschaft sind Appetitveränderungen, Abnahme der Energie, Bauchwachstum und Verhaltensänderungen.

4. Allergien

Geschwollene Zitzen können auch auf eine allergische Reaktion hinweisen. Typische Symptome sind Juckreiz, Nesselsucht, entzündete Haut, Erbrechen und Durchfall.

5. Mastitis

Mastitis ist eine Entzündung der Brustdrüse, die sowohl bei Hündinnen als auch bei Rüden auftreten kann. Zu den Symptomen gehören eiterartiger oder blutiger Ausfluss, warme und geschwollene Brustwarzen sowie Unruhe.

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6. Mammatumor

Mammatumore sind abnorme Wucherungen im Brustgewebe. Sie können gutartig oder bösartig sein und verschiedene Symptome wie Ausfluss, Rötungen und vergrößerte Brustwarzen verursachen.

7. Zysten

Bestimmte Zysten, wie Talg-, Follikel- und Dermoidzysten, können zu geschwollenen Zitzen führen. Innere Wucherungen wie Eierstockzysten können ebenfalls zu einer Vergrößerung der Brustwarzen führen und Symptome wie Verhaltensänderungen und Schwellungen verursachen.

8. Entzündung der Gebärmutter

Eine Entzündung der Gebärmutter, auch Pyometra genannt, kann zu geschwollenen Zitzen führen. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Ausfluss aus der Vulva, häufiges Hecheln und ein aufgeblähter Bauch.

9. Hormonschwankungen

Hormonschwankungen im Zusammenhang mit Scheinträchtigkeit, Trächtigkeit oder Erkrankungen des Hormonsystems können zu geschwollenen Zitzen führen.

Was kann ich tun, wenn mein Hund geschwollene Zitzen hat?

Wenn du feststellst, dass dein Hund geschwollene Zitzen hat, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Situation richtig einzuschätzen. Bei unkastrierten Hündinnen könnte es sich um normale Veränderungen im Zusammenhang mit dem Läufigkeitszyklus oder einer Schwangerschaft handeln. Je nach Symptomen solltest du jedoch einen Tierarzt aufsuchen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen oder zu behandeln.

Es gibt einige Hausmittel, die du ausprobieren kannst, um die Schwellung zu lindern. Dazu gehören warme Kompressen und das Anlegen von Kohlblättern auf die betroffenen Zitzen. Wenn dein Hund einen Milchstau hat, kann das Melken per Hand helfen, den Druck auf die Milchdrüsen zu verringern.

Besuche in jedem Fall einen Tierarzt, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten. Der Tierarzt kann Medikamente gegen Allergien, Antibiotika oder topische Behandlungen verschreiben. In einigen Fällen ist möglicherweise auch ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

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Denke daran, dass dieser Artikel nur als allgemeine Information dient und keinen Tierarztbesuch ersetzt. Wenn du dir unsicher bist oder weitere Fragen hast, wende dich bitte an einen professionellen Tierarzt.