So wendest du ein Glätteisen richtig an: Die wichtigsten Tipps

So wendest du ein Glätteisen richtig an: Die wichtigsten Tipps

Bevor du loslegst, solltest du deinen Haarzustand aufmerksam und ehrlich analysieren: Ist es geschmeidig oder trocken und splissig? Stark angegriffenes Haar sollte auf keinen Fall geglättet werden, ansonsten ist es je nach Beschaffenheit “erlaubt” – immer unter der Verwendung von passenden Pflegemitteln.

Glätteisen nie ohne Hitzeschutz anwenden

Damit die hohen Temperaturen des Glätteisens die Haare nicht schädigen, gibt es bestimmte Pflegeprodukte, die vor dem Einsatz immer aufgetragen werden sollten. Du kannst frei wählen zwischen Fluids, Mousse, Creme oder Spray. Diese Hitzeschutzmittel haben die Gemeinsamkeit, dass sie eine Art Puffer zwischen Glätteisen und Haar bilden und so Schäden aufgrund des starken Temperaturanstiegs verhindern. Häufig verdunstet ein Teil des Mittels während der Behandlung. Über austretenden Dampf solltest du dir dann keine Gedanken machen. Es gilt die Faustregel: Je kräftiger und gepflegter das Haar, desto häufiger kannst du es glätten. Feines, sensibleres Haar sowie kaputte und strapazierte Längen sollten nicht mehr als zweimal die Woche beansprucht werden.

Welche Temperatur sollte ein gutes Glätteisen haben?

Die verwendete Temperatur spielt eine große Rolle: Mehr als 200 Grad Celsius dürfen unabhängig vom Haartyp nicht sein. Dies schadet der Haarstruktur und führt auf Dauer zum gegenteiligen Ergebnis. Wenn die Temperatur zu niedrig ist, musst du die einzelnen Haarsträhnen zu häufig durch das Glätteisen ziehen – was wiederum die Haare unnötig strapaziert und aufraut. Die ideale Temperatur liegt zwischen 120 und 180 Grad Celsius, je nach Beschaffenheit der Haare.

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Glätteisen kaufen: Darauf solltest du achten

Glätteisen gibt es von 10 bis 300 Euro. Teuer ist nicht gleich besser, deshalb solltest du unbedingt auf die nachfolgenden Faktoren achten: Je glatter die Heizplatten des Eisens sind, desto schonender ist es für dein Haar, da Reibung seine Oberfläche beschädigt. Metallplatten sind zu vermeiden, da sie es spröde und splissig machen. Gute Ergebnisse sind mit Keramik- und Teflonbeschichtung zu erzielen. Keramik sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Turmalin stoppt die statische Aufladung der Haare, sodass sie nicht mehr wirr abstehen und an der Haut kleben.

Wenn das Gehäuse robust ist und die Platten dann noch federn, wird eine ausgewogene Anwendung möglich. Auch die Temperatur sollte nach einiger Zeit automatisch reguliert und ausgeschaltet werden, damit Gerät und Haare nicht überhitzen.

Haare glätten: Die richtige Vorbereitung

Um die Haare aufs Glätten einzustimmen, sollten sie (am besten schon am Vortag) mit einem Feuchtigkeitsshampoo gewaschen werden sowie mit einer Spülung, Kur oder Conditioner ausreichend gepflegt werden.

Haare nass oder trocken glätten?

Solltest du direkt nach dem Waschen glätten wollen, unbedingt vorher auf einer kühlen Stufe halbtrocken föhnen, da die Haare im nassen Zustand sehr instabil sind und schnell brechen. Glätte deine Haare deshalb niemals in nassem Zustand – dabei schadest du deiner Haarstruktur enorm und erhältst auf Dauer kaputtes, splissiges Haar.

Glätteisen anwenden: Haare Schritt für Schritt richtig glätten

Nach ca. einer Minute hat das normale Glätteisen seine Durchschnittstemperatur von 120° Celsius erreicht und ist verwendbar. Nun nimmst du eine mit Hitzeschutz präparierte Strähne und ziehst sie geschlossen vom Haaransatz bis zu den Spitzen durch das Glätteisen. Nie direkt am Ansatz ansetzen – dabei riskierst du die Gefahr, dich an der Kopfhaut zu verbrennen.

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Zuerst sollten das untere und dann abschließend das Deckhaar behandelt werden – Strähne für Strähne. Gleichmäßige Bewegungen sind wichtig, damit das Haar nicht stellenweise länger behandelt und überhitzt wird. Während des Glättens einen großen Bogen ziehen, um abstehende Spitzen zu verhindern. Anschließend mit Anti-Frizz-Pflege oder Haarspray fixieren, um die Frisur wetterfest zu machen.

Kurze Haare, lange Haare und Pony richtig glätten

Für lange Haare sollten die Platten breiter sein. Für einen glatten Pony sollte das Eisen nicht gerade nach unten, sondern ähnlich einer Rundbürste eingedreht nach unten gezogen werden. Das Gleiche gilt für kurze Haare. Anschließend etwas Gel zwischen den Handflächen verreiben und damit leicht fixieren.

Alternativen zum Glätteisen

Glättungsprodukte greifen nicht nur in die Haarstruktur ein, sondern auch an. Tägliches Gerätenutzen ist allerdings genauso schädlich. Neben dem Glätteisen ist auch ein Glätten mit dem Föhn möglich: Dafür die leicht feuchten Haare mit einem Hitzeschutz vorbereiten, über eine Rundbürste föhnen und abschließend für eine gute Lage mit etwas Gel oder Anti-Frizz-Serum an den Kopf andrücken. Eine chemische Behandlung ist einmalig belastend, dafür jedoch zeitsparend und praktisch. Dein Friseur oder Haarexperte kann dir individuell sagen, welche Behandlung für dich die geeignetste ist.

Haare chemisch glätten

Das chemische Glätten funktioniert prinzipiell wie eine umgekehrte Dauerwelle: Da gelocktes oder krauses Haar in einem Zustand der permanenten Spannung ist, entspricht der chemische Glättungsvorgang einer “Entspannung”. Deshalb werden die verwendeten Produkte von Friseuren oft als “Relaxer” bezeichnet, was den aggressiven Vorgang verharmlost: Die Haarstruktur wird zunächst mithilfe chemischer Stoffe präpariert, sodass sich die Proteine in ihr lockern. Nun werden die Haare gekämmt, bis sie in einer neuen, glatten Form bestehen. Anschließend werden sie mit einem speziellen chemischen Mittel fixiert, damit die neue Haarstruktur erstmal beibehalten wird.

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Die Einwirkzeit ist relativ lang, da eine tiefgehende Veränderung stattfindet. Dies sollte aufgrund der hohen Wirksamkeit der Stoffe immer nur vom Fachmann gemacht werden! Das Ganze kostet je nach Haarlänge etwa zwischen 70 und 200 Euro und hält im Schnitt (je nach Haartyp und Behandlung) zwei bis sechs Monate.

Eine Methode ist die sogenannte “Chi-Methode”: Dabei wird pulverisierte oder verflüssigte Seide ins Haar eingearbeitet. Die Prozedur dauert um die vier Stunden und kostet ca. 300 Euro. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und hält je nach Achtsamkeit bis zu einem halben Jahr. Benutzt man zwischenzeitlich allerdings ein Glätteisen oder einen Lockenstab, zerstört man die veränderte Haarstruktur und vernichtet die dauerhafte Glättung.

Haare mit dem Glätteisen locken

Wer grundsätzlich lieber Locken mag oder etwas Abwechslung haben möchte, der kann das Glätteisen auch anstelle eines Lockenstabs benutzen. Zunächst einen pflegenden Lockenschutz ins trockene Haar geben und dann das Haar in zwei Partien teilen. Die oberen Haare zu einem Zopf binden und mit einer Strähne der unteren Haare beginnen. Je dünner die Strähne, desto korkenzieherartiger die Locke.

Das Glätteisen am Ansatz ansetzen, zwei Zentimeter herunterziehen, dann um 180° drehen und in Richtung Spitze hinunterziehen. Diesen Schritt bei den anderen Strähnen auch anwenden. Soll die Locke definierter sein, kann man sie anschließend kurz um den Finger wickeln. Mit Haarspray oder -lack fixieren. Abschließend beim Deckhaar genauso vorgehen. Zum Schluss das gesamte Haar nach Wunsch mit den Fingern durchkämmen oder “aufwuscheln” – fertig! Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Für voluminöse Locken vorher Schaumfestiger ins Haar geben.