Rheumaorthopädie: Alles, was du wissen musst

Rheumaorthopädie: Alles, was du wissen musst

Rheumaorthopädie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit den Auswirkungen rheumatologischer Erkrankungen auf den Bewegungsapparat befasst. Die Rheumatologie umfasst mehr als 200 verschiedene Erkrankungen, die alle Schmerzen im Binde- und Stützgewebe des Bewegungsapparates verursachen. Das Ziel der Rheumaorthopädie ist es, den Funktionsverlust von Muskeln und Knochen aufzuhalten oder zu bekämpfen.

Der Unterschied zwischen orthopädischer und internistischer Rheumatologie

Während sich die orthopädische Rheumatologie mit den Auswirkungen rheumatischer Erkrankungen auf den Bewegungsapparat befasst, hat die internistische Rheumatologie die wichtige Aufgabe, mögliche Organmanifestationen bei entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen festzustellen und zu behandeln. Dies gilt insbesondere für eine Gruppe besonders schwer verlaufender entzündlicher Systemerkrankungen wie die hochaktive chronische Polyarthritis, die Kollagenosen und die Vaskulitiden.

Typische Indikationen für eine Behandlung in einer internistischen Rheumatologie-Abteilung sind akute Schubsituationen, Organmanifestationen oder -komplikationen, medikamentöse Neueinstellungen mit überwachungsbedürftiger immunmodulatorischer Therapie oder Biologika, Patienten mit vielen oder schweren Begleiterkrankungen, unklare und schwer verlaufende Systemerkrankungen sowie Manifestationen und Komplikationen einer Osteoporose.

Welche Krankheiten werden von Rheumaorthopäden behandelt?

Rheumaorthopäden befassen sich mit der Behandlung von Auswirkungen auf den Bewegungsapparat, also den Muskeln, Knochen, Knorpel und Sehnen. Zu den rheumatologischen Erkrankungen, die sich im Bewegungsapparat manifestieren, gehören rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, M. Bechterew, juvenile chronische Arthritis, reaktive Arthritis, Gicht, Osteoporose, Morbus Paget, Osteogenesis imperfecta und Kollagenosen.

Behandlungsmöglichkeiten durch die orthopädische Rheumatologie

Die rheumatologische Komplexbehandlung umfasst sowohl große Gelenke wie Schulter, Knie und Hüfte als auch kleine Gelenke wie Hände und Füße. Das Ziel ist die Linderung von Schmerzen, die Verbesserung der Mobilität, Koordination und Lebensqualität sowie die Kontrolle der Krankheit.

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Rheuma-Operationen: Welche gibt es?

Unter den Rheuma-Operationen gibt es gelenkerhaltende und gelenkersetzende Operationen, Weichteileingriffe, Synovektomien, Sehnentransfers und die Entfernung von Rheumaknoten. Darüber hinaus gibt es auch die rheumatologische Hand- und Fußchirurgie sowie die Radiosynoviorthese von Gelenken.

Spezialisten für Rheumaorthopädie

Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Weiterbildung im Bereich Rheumaorthopädie sind Spezialisten für Rheumaorthopädie. Eine enge Zusammenarbeit mit internistischen Rheumatologen in Kliniken sowie ein reger Austausch mit Nuklearmedizinern und der kinderrheumatologischen Abteilung der Klinik sind sinnvoll.

Wir helfen Ihnen gerne dabei, einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken wurden von uns auf ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Rheumaorthopädie überprüft und freuen sich auf Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Manger, Schulze-Koops: Checkliste Rheumatologie. 4. Auflage. Thieme 2012.
  • Egerer et al.: Serologische Diagnostik der rheumatoiden Arthritis. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 106, Nummer 10, 2009.
  • Schneider et al.: S3-Leitlinie Frühe rheumatoide Arthritis, Management. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Stand August 2011.
  • Hettenkofer et al.: Rheumatologie: Diagnostik-Klinik-Therapie. 6. Auflage. Thieme 2014.
  • Dietel et al.: Harrisons Innere Medizin (2 Bände). 16. Auflage. ABW Wissenschaftsverlagsgesellschaft 2005.
  • Flasnoecker (Hrsg.): TIM, Thieme’s Innere Medizin. Thieme 1999.
  • Schmidt: Checkliste Rheumatologie. 2. Auflage. Thieme 2000.
  • Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012.