Pucken: Wie man ein Baby beruhigt und besser schlafen lässt

Pucken Anleitung: Was ist Pucken eigentlich?

Babys fühlen sich im Mutterleib sicher und geborgen. Die Enge, die sie dort erfahren, möchten Eltern nach der Geburt mit dem Pucken nachahmen. Beim Pucken handelt es sich um eine Wickelmethode, die bereits seit Jahrtausenden angewendet wird. Heute gibt es spezielle Pucksäcke, die das Pucken erleichtern. In diesem Artikel geben wir Tipps und Anleitungen zum Pucken und klären über Vor- sowie Nachteile auf.

Was soll mit dem Pucken bewirkt werden?

Das Pucken zielt darauf ab, das Baby nach der Geburt zu beruhigen, indem es in die gewohnte Enge des Mutterleibs zurückversetzt wird. Das Einschlafen des Babys wird dadurch gefördert. Das Pucken hat folgende positive Effekte:

  • Es verhindert, dass das Baby unkontrolliert mit den Armen zuckt, was als “Moro-Reflex” bekannt ist und das Einschlafen stören kann.
  • Es erleichtert das Schlafen in Rückenlage, da viele Babys die Bauchlage bevorzugen.
  • Es kann unruhige Säuglinge oder Schreibbabys beruhigen und ihr Schlafverhalten verbessern.

Das Pucken ist jedoch kein Allheilmittel für perfekten Schlaf. Jedes Baby ist individuell, und Eltern sollten auf die Signale ihres Babys achten und entscheiden, ob es sich mit dem Pucken wohl fühlt.

Wie wird das Baby gepuckt?

Früher wurde das Wickeln des Babys mit Stoffbändern praktiziert, was heutzutage nicht mehr empfohlen wird. Die einfachste Form des Puckens besteht darin, das Baby mit einem Tuch einzuwickeln und zu fixieren, damit es sich nicht freistrampeln kann. Es gibt jedoch auch Pucksäcke, die die Handhabung erleichtern.

MEHR LESEN  Filtermaterial: Filtersand, Filterglas, Filterbälle (Filterballs) und die Frage: Wann und wie oft muss gewechselt werden?

Mit einem Pucksack geht’s leicht von der Hand

Besonders beliebt sind Pucksäcke wie der SwaddleMe. Mit Hilfe von Klettverschlüssen lässt sich das Baby einfach einwickeln. Der Pucksack bietet ausreichend Platz zum Strampeln und ist in verschiedenen Größen und Farbvarianten erhältlich.

Kritik am Pucken: Vor- und Nachteile

Die Meinungen zum Pucken gehen auseinander. Während einige es als sinnvolles Mittel zur Schlafförderung empfehlen, sehen andere das Pucken kritisch und betrachten es als unnatürliche Einschränkung des Babys. Es ist wichtig, dass Eltern ihre Verantwortung wahrnehmen und im Sinne des Kindes entscheiden, was für sie das Beste ist. Trotzdem gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten:

  • Das Baby sollte nicht zu fest eingewickelt werden, um die Atmung nicht zu beeinträchtigen.
  • Die Beinfreiheit des Babys muss gewährleistet sein, um Hüftfehlstellungen vorzubeugen.
  • Das Baby sollte nur zum Schlafen gepuckt werden und in Rückenlage schlafen.
  • Das Pucken sollte nicht bei kranken Babys angewendet werden.

Bei Unsicherheiten können Eltern sich an Hebammen oder Kinderärzte wenden und sich mit anderen Eltern austauschen, die Erfahrungen mit dem Pucken gemacht haben.

Ursprung und Historie des Puckens

Früher glaubte man, dass der Körper des Babys direkt nach der Geburt fest eingeschnürt und gewickelt werden müsse, um ihn in eine “wohlgeformte” Gestalt zu bringen. Diese Methode wurde bis ins Mittelalter praktiziert. Heutzutage geht es beim Pucken nur darum, das Baby zeitweise und unter bestimmten Rahmenbedingungen zu beruhigen.

Bitte beachten: Diese Website dient als Informationsquelle für Eltern und soll keinen medizinischen Rat ersetzen.