Magie und Theaterpädagogik: Eine Verbindung von Zauber und Kunst

Magie und Theaterpädagogik: Eine Verbindung von Zauber und Kunst

Das Wort “Magie” wird im Alltag oft verwendet, um unerklärliche oder wundersame Ereignisse zu beschreiben. Es kann jedoch auch für schöne, zauberhafte Momente stehen und sogar das künstlerische Schaffen und Erleben kennzeichnen. Die griechische Ursprung des Wortes “Magie” steht für Zauberei und bezieht sich auf Handlungen, die Einfluss auf Natur und Mensch nehmen und Macht ausüben wollen.

Im magischen Weltbild werden bestimmten Zeichen, Gegenständen oder Riten eine Handlungsvollmacht zugeschrieben, um die Kräfte der Natur zu beschwören und zu beeinflussen. Früher wurde dies vor allem mit den rituellen Praktiken sogenannter primitiver Völker in Verbindung gebracht. Heutzutage wissen wir jedoch, dass auch moderne Naturwissenschaftler, trotz ihrer Ursachenforschung, an ihre Ideen festhalten und manchmal sogar etwas Neues herausfinden können, selbst wenn es den Tatsachen widerspricht.

Das magische Denken basiert auf einem zyklischen Weltverständnis, bei dem mimetisches Handeln die kosmische Ordnung erneuert und rituelle oder magische Handlungen Störungen wie Krankheit oder Krieg ausgleichen sollen. Magie geht davon aus, dass Zeichen tatsächlich etwas bewirken können. Der Körper wird nicht als geschlossene Entität betrachtet, sondern als empfänglich für positive und negative Kräfte.

Magische Handlungen werden nicht an ihrer objektiven Wirkung gemessen, sondern die Handlung an sich hat bereits einen Zweck. Das magische Bewusstsein kennt keine Trennung zwischen Subjekt und Objekt. Der Handelnde folgt einer äußeren Notwendigkeit und handelt als ob er determiniert wäre. Auch heute noch sind Menschen in bestimmten Situationen anfällig für den Glauben an Magie, sei es in Zeiten von Schocks, Krisen oder Sinnproblemen.

Das Theater versucht oft, die Menschen von diesem magischen Bann zu befreien. Durch das Re-Inszenieren von Kulten oder das Erzeugen magischer Momente im Theater wird versucht, die kosmische Ordnung neu zu definieren und die Menschen von irrationalen Vorstellungen zu befreien. Das Theater ermöglicht es auch, verschiedene Rollen zu spielen und für einen Moment jemand anderes zu sein. Es kann eine transformative Erfahrung sein und das magische Erleben in uns wecken.

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Auch im Kontext der Theaterpädagogik kann das Theater zu einem Ort der Magie werden. Die Fähigkeit des Menschen, sich anderen Menschen und Dingen zu nähern, kann tatsächlich Realität werden. Die Möglichkeit, einen anderen Menschen zu spielen, ist eine essentielle Erfahrung, bei der wir für Momente auch jemand anderes sein können. Die Magie des Theaters liegt nicht darin, dass der Zuschauer etwas Unvorhandenes tatsächlich sieht, sondern in der Möglichkeit, daran zu glauben.

Das Theater hat im Laufe der Zeit die Doppelnatur des Schauspielers und der Handlung herausgearbeitet. Die Materialität der Zeichen und die unmittelbare Ansprache des Publikums können den theatralen Rahmen sprengen und die magische Kraft des Theaters verstärken.

Magie und Theater sind beides Kunstformen des Hervorbringens. Sie beruhen auf der Tatsache, dass durch Ideen Ereignisse beeinflusst und wahrgenommen werden können. Das Theater ermöglicht es uns, in die Magie einzutauchen und den Blick auf die Welt zu verändern.