Die süße Welt der Fondant-Torten: Eine zauberhafte Motivtorte “Eule”

Motivtorte „Eule“ (meine erste Fondanttorte…yay!)

Huh Huuuuuh! Heute möchte ich euch meine allererste selbstgemachte Fondanttorte vorstellen – und zwar eine entzückende Motivtorte in Form einer Eule. Das Tolle daran ist, dass sie viel einfacher zu machen ist, als sie aussieht. Ehrlich! Dank der Ziegel-Methode müsst ihr nicht mit großen Fondantplatten kämpfen und alles wird schön gleichmäßig.

Für eine Fondant-Torte benötigt ihr eine gute Basis aus Rührteig oder Biskuit, eine Masse zum Einstreichen wie Ganache und natürlich Fondant plus Zubehör. Lasst uns mit der Basis beginnen:

Rührkuchen-Basis:

Zutaten (für zwei Springformen mit ungefähr 15 cm Durchmesser):

  • 5 Eier
  • 1 Päckchen Puderzucker (250g)
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 125 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps)
  • 70 ml Mineralwasser mit Kohlensäure
  • 70 ml sonstige Flüssigkeit (je nach Geschmackswunsch kann das Rotwein, Milch, Kaffee etc. sein)
  • nach Wunsch weitere Zutaten (z.B. 100 g gehackte Nüsse für Nusskuchen oder 50 g Kakao für Schokokuchen)
  1. Alle Zutaten nacheinander zu einem geschmeidigen Rührteig verrühren.
  2. Den Teig in die Form geben und im Ofen bei 180°C goldbraun backen (Stäbchenprobe ob der Kuchen durch ist). Für die Eule eignet sich zum Beispiel eine Panettone-Form (ca. 15 cm Durchmesser und Höhe) oder man backt zwei kleine Springformen und setzt diese aufeinander.

Ganache

Zutaten: (für einen dünn bestrichenen Kuchen):

  • 100 ml Sahne
  • 200 g weiße Schokolade (oder 100 g Zartbitter oder 150 g Vollmilchschokolade)
  1. Sahne aufkochen und Schokolade darin auflösen, bis sich eine einheitliche cremige Masse gebildet hat.
  2. Die Masse abkühlen lassen und dabei immer wieder umrühren.
  3. Nun den fertigen Kuchen auf eine Arbeitsplatte legen (für die Eule die gewölbte Seite nach oben). Je nach Geschmack könnt ihr den Kuchen nun mehrfach durchschneiden und mit Ganache oder etwas anderem (Marmelade?!) füllen.
  4. Jetzt den Kuchen komplett mit Ganache einkleiden. Der Fondant soll später nur mit der Ganache in Berührung kommen. Falls der Kuchen mit etwas anderem gefüllt ist, muss die Füllung mit Ganache umstrichen werden, damit keine Feuchtigkeit an den Fondant gelangt.
  5. Den Kuchen kaltstellen, damit die Ganache etwas fester wird.
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Motivtorte “Eule”

Zutaten (für eine mittelgroße Eule):

  • ein großer Batzen Fondant (ungefähr so groß wie eine geschlossene Frauenhand)
  • Gelfarbe nach Wunsch
  • Bäckerstärke
  • Kreis-Ausstecher in verschiedenen Größen
  • Essbarer Kleber

Anleitung:

  1. Den Fondant einfärben. Für eine Eule wie auf dem Foto empfehle ich 55% Lila, 25% Rosa, 5% Blau, 2% Schwarz und den Rest weiß. Natürlich könnt ihr auch beliebige andere Farben wählen. Dafür nehmt ihr Einweg-Handschuhe (! Ihr werdet die Farbe sonst ewig nicht von den Fingern bekommen) und gebt tröpfchenweise Gelfarbe auf die gewünschte Menge Fondant. Gut verkneten und bei Bedarf mehr Farbe hinzufügen. Falls der Fondant zu weich wird, könnt ihr etwas Bäckerstärke einkneten.
  2. Wenn alles eingefärbt ist, nehmt ihr die zweitgrößte Fondantkugel (also rosa) und rollt sie mit Bäckerstärke glatt und dünn (ca. 2 mm) aus. Jetzt könnt ihr mittlere Kreise (Durchmesser 2 cm) ausstechen und wie auf dem Foto dachziegelartig das Eulenbäuchlein damit belegen. Rollt nun die größte Farbe (Lila) aus und sticht größere Kreise (4 cm) aus. Ebenso dachziegelartig könnt ihr den Rest der Eule einkleiden. Aus dem restlichen lila Fondant könnt ihr noch zwei Herzchen ausstechen (für die Ohren).
  3. Aus Weiß könnt ihr zwei große (6 cm) und zwei kleine (1 cm) Kreise, ein langes Rechteck (4×10 cm) und ebenfalls zwei Herzchen ausstechen. Formt aus dem Rechteck eine Schleife. Aus Schwarz sticht ihr zwei mittlere Kreise (4 cm) aus und klebt sie mit Esskleber zusammen, um die Augen zu formen. Legt je ein weißes Herzchen auf ein lila Herzchen und wellt sie kurz darüber. So entstehen die Öhrchen, die ihr dann auf den Kopf der Eule kleben könnt. Für die Krallen und den Schnabel könnt ihr den blauen Fondant verwenden. Klebt alle Teile an der Eule fest.
  4. Die Torte sollte bis zum Verzehr gekühlt werden. Achtet dabei darauf, dass keine Feuchtigkeit oder Fremdgerüche an den Kuchen gelangen. Am besten stellt ihr die Torte in den Keller oder eine kühle Speisekammer. Laut Kursleiterin kann die Torte sogar eingefroren werden, aber das habe ich nicht ausprobiert. Kühlgestellt hält die Torte mindestens eine Woche (wenn sie nicht vorher aufgegessen wird).
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Wie man eine solche Torte transportiert oder überhaupt von der Arbeitsplatte wegbekommt? Die Torte ist überraschend stabil. Wenn ihr die Torte vorsichtig an den Seiten mit sauberen Einweghandschuhen anhebt, könnt ihr sie ohne sichtbare Druckstellen bewegen. Ich habe die Eule dann auf einen großen pinken Glasteller gestellt und eine große Plastiktüte darüber gelegt, sodass viel Luft darin ist und die Tüte den Teller berührt. So konnte ich die Torte sogar im Kühlschrank aufbewahren und im Auto transportieren. Eine große Tortenhaube wäre natürlich noch besser.

Dauer: 3-4 Stunden (je nach Übung und Geschick auch schneller)

Mein Fazit:
Zubereitung: Dass eine Motivtorte aufwendig ist, war mir bereits im Vorfeld bewusst. Dennoch hat es großen Spaß gemacht. Die Arbeit mit dem Fondant hatte etwas Meditatives und erinnerte mich an meine Kindergarten-Knetmasse-Zeiten. Die Dachziegel-Methode ist einfacher als eine Torte komplett mit einer Fondantdecke zu überziehen, da kleine Fehler nicht auffallen. Meine Anleitung oben ist sicher nicht perfekt, aber das Internet bietet haufenweise Tutorials und Videoanleitungen. Gebt einfach mal “Motivtorte” oder “Fondant” bei Google ein.

Geschmack: Wer den bunten, süßen Fondant nicht essen mag, kann ihn einfach zur Seite legen. Das Innere der Torte ist jedenfalls genial! Der Rührteig wird sehr saftig (ich habe die Variante mit Schokolade gemacht) und die dünn aufgetragene Füllung (Vollmilch-Schoko-Ganache) ist angenehm zu essen und nicht so schwer und fett wie Buttercreme. Und fürs Auge ist diese Torte ein absoluter Traum. Als ich sie am nächsten Tag mit zur Arbeit genommen habe, habe ich von allen Seiten großes Lob und sogar die ersten Bestellungsversuche bekommen.

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Hinweis: Ich habe diese Torte im Kurs “Motivtorten” bei Tina Schmid über die Volkshochschule Aalen gemacht. Die Kurse bei Tina sind sehr empfehlenswert. Sie erklärt alles ganz toll, hat schöne kreative Ideen und eine supersympathische mitreißende Art.