Der Weg zur finanziellen Spitze – Wie die Schweiz zum reichsten Land der Welt wurde

Der Weg zur finanziellen Spitze – Wie die Schweiz zum reichsten Land der Welt wurde

Die Schweiz, einst von Armut und Arbeitslosigkeit geplagt, hat sich zu einem der reichsten Länder der Welt entwickelt. Doch wie kam es zu diesem Wechsel? Was unterscheidet die Schweiz von anderen Nationen? In diesem Artikel werden wir einen Blick auf die Geschichte und die Faktoren werfen, die zur wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte der Schweiz beigetragen haben.

Der Anfang des Aufstiegs

Im 19. Jahrhundert verließen viele Schweizer ihre Heimat aufgrund des Bevölkerungswachstums und des Strukturwandels, der zu Arbeitslosigkeit und Armut führte. Viel Arbeitsuchende flohen in die Städte, wo es zunächst ebenfalls nicht genügend Jobs gab. Bettler wurden in ihre Heimatgemeinden zurückgeschickt und einige wurden sogar in Armenhäusern eingesperrt, um die Nachkommen vor dem Elend zu bewahren.

Die Industrialisierung und die Außenpolitik

Der Aufstieg der Schweiz begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem Bau von Eisenbahnen und Fabriken. Gleichzeitig wurde ein System von Sozialversicherungen eingeführt, um die Arbeiter und Bauern vor Armut zu schützen. Was die Schweiz jedoch grundlegend von ihren Nachbarn unterscheidet, ist ihre außenpolitische Situation. Auf dem Wiener Kongress im Jahr 1815 wurde die Schweiz zur neutralen Pufferzone inmitten Europas erklärt, was sie weitgehend von kriegerischen Konflikten verschonte.

Die frühe Internationalisierung der Industrie

Die frühe Internationalisierung der Schweizer Industrien und der Zugang zu ausländischen Märkten, Gütern und Dienstleistungen trugen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz bei. Während andere europäische Nationen in Kriege verwickelt waren, konnte die Schweiz ihre Volkswirtschaft in Ruhe aufbauen. Die politische Neutralität sorgte für Beständigkeit und eine starke Währung – den Franken.

MEHR LESEN  Die 8 wichtigsten Eigenschaften einer guten Führungskraft

Die Rolle der Banken und der Handelsverbindungen

Das Bankwesen in der Schweiz wurde durch die Stabilität des Landes begünstigt. Das Bankgeheimnis machte die Schweizer Banken zu einem Ort, an dem auch Ausländer ihr Geld vor den Finanzämtern in ihren Ländern verstecken konnten. Die Schweiz wurde jedoch auch für ihre Rolle im europäischen Kolonialismus kritisiert. Schweizer Unternehmen bewirtschafteten Plantagen in Südamerika und Afrika und handelten schon im 18. Jahrhundert mit Sklaven und Kakao.

Die Rolle von Großunternehmen und das Mitspracherecht der Bevölkerung

Neben dem Bankwesen hat die Schweiz auch viele Großunternehmen beheimatet, insbesondere in der Chemie- und Pharmaindustrie. Basel beherbergt mit Roche und Novartis zwei der größten Konzerne. Die Schweiz hat auch ein attraktives Steuersystem, das viele ausländische Unternehmen anzieht. Dennoch haben die Bürger ein Mitspracherecht und können über die Regeln zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz in der Auslandstätigkeit der Schweizer Unternehmen abstimmen.

Die Schweiz hat es geschafft, durch ihre politische Neutralität, ihre wirtschaftliche Stabilität und ihre Internationalisierung einen einzigartigen Weg zu gehen. Sie hat bewiesen, dass ein kleines Land mit Innovationsgeist und einer klugen Wirtschaftspolitik zu großem Wohlstand gelangen kann.

Schweizer Bank

Quelle: Originalartikel