Der Unterschied zwischen Christkind, Weihnachtsmann und Nikolaus

Der Unterschied zwischen Christkind, Weihnachtsmann und Nikolaus

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Weihnachtsmann, Christkind und Nikolaus? Alljährlich an Weihnachten treten auch die beliebten Figuren dieser Zeit in Erscheinung. Wir erklären den Unterschied!

Der Nikolaus – Ursprung des weihnachtlichen Gabenbringers

Hinter dem Namen Nikolaus verbirgt sich Nikolaus von Myra, der im Jahre 270 in der heutigen Türkei geboren wurde. Er war ein Bischof und wurde für seine gütige Art und seine guten Taten bekannt.

Es wird erzählt, dass er unzählige Kinder gerettet und Seefahrern in Not geholfen hat. Aufgrund seiner Taten wurde er nach seinem Tod heiliggesprochen und ist heute eine wichtige Figur in der katholischen Kirche. Insbesondere am 6. Dezember, dem Gedenktag des heiligen Nikolaus, werden den Kindern Geschenke gemacht.

Das Christkind – protestantische Antwort auf den Nikolaus

Im 16. Jahrhundert übte Martin Luther scharfe Kritik an dem Brauch, dem Nikolaus einen eigenen Gedenktag zu widmen, da die Verehrung von Heiligen seiner Ansicht nach nicht richtig war. Deshalb erfand er das Christkind als Ersatz für den Nikolaus. Das Christkind entstand in Anlehnung an die Geburt Jesu Christi und wird am 24. Dezember gefeiert.

Ursprünglich hatte das Christkind eine ähnliche Erscheinung wie das Jesuskind, aber im Laufe der Zeit änderte sich sein Aussehen zu einem engelsgleichen Wesen mit Flügeln, weißem Gewand und goldenen Locken. Heute bringt das Christkind entweder am Heilig Abend selbst oder in der Nacht auf den 25. Dezember die Geschenke. Dieser Brauch ist vor allem in Österreich, der Schweiz und katholischen Regionen Deutschlands verbreitet.

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Der Weihnachtsmann – fiktive Gestalt mit internationaler Bekanntheit

Der Weihnachtsmann hat keinen geschichtlichen Hintergrund, sondern ist eine reine Erfindung. Er entstand aus verschiedenen Figuren, wie dem Nikolaus oder Knecht Ruprecht. Der Weihnachtsmann ist eine beliebte Märchengestalt in Amerika und wurde auch in Deutschland immer populärer.

Er wird als alter Mann mit Rauschebart und rot-weißen Gewändern dargestellt. Heute ist er ein Symbol für Weihnachten und bringt am Abend des 24. Dezembers oder in der Nacht auf den 25. Dezember die Geschenke.

In der modernen Weihnachtswelt können der Weihnachtsmann, das Christkind und der Nikolaus friedlich nebeneinander existieren. Der eine legte mit seinen guten Taten den Grundstein für die Bescherung, aber die Vorstellung von einem alten Mann, der den Menschen am Heilig Abend ihre Herzenswünsche erfüllt, bleibt der Inbegriff der Weihnacht.