Alles was die Wissenschaft bewegt: Weltbevölkerung könnte bis 2040 ihren Höchststand erreichen

Alles was die Wissenschaft bewegt: Weltbevölkerung könnte bis 2040 ihren Höchststand erreichen

Nach einer neuen Prognose könnte die Weltbevölkerung schon um 2040 einen Höchststand von 8,5 Milliarden Menschen erreichen und bis zum Ende des Jahrhunderts auf etwa 6 Milliarden zurückgehen. Voraussetzung sei allerdings ein “Riesensprung” bei den Investitionen in wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Gesundheit, teilte die internationale Initiative Earth4All mit.

Zukunftsszenarien prognostizieren Bevölkerungshöchststand deutlich früher

Die Earth4All-Forscherinnen und -Forscher zeichnen in dem am Montag veröffentlichten Arbeitspapier “People and Planet” nun zwei mögliche Szenarien für die Zukunft. Im ersten entwickelt sich die Welt wirtschaftlich ähnlich weiter wie in den letzten 50 Jahren. Dann erreiche die Bevölkerung bis 2050 ihren Höchststand, heißt es in der Analyse. Im zweiten Szenario könnte dieser sogar schon 2040 erreicht sein, wenn es unter anderem größere Investitionen in die Bekämpfung von Armut gäbe.

Einfluss von Bildung auf die Geburtenzahlen

Werde sich mehr darauf konzentriert, Armut zu bekämpfen und die Geschlechtergerechtigkeit zu verbessern, könne die Bevölkerung sogar schon 2040 ihr Maximum erreichen, bei dann etwa 8,5 Milliarden Menschen. Nach diesem “Giant Leap” (Riesensprung) genannten Szenario leben im Jahr 2100 nur noch etwa 6 Milliarden Menschen auf der Erde.

Neben Bildung und Gesundheit seien auch Fortschritte bei der Ernährung in armen Ländern wichtig. Dass die Welt schon bis 2040 die Trendumkehr schafft, ist schwer zu erreichen. Selbst wenn wir jetzt in die erforderlichen Bereiche investieren, wird es trotzdem noch dauern, bis sich die Fruchtbarkeitsziffern überall auf der Welt ändern.

Wo die meisten Menschen geboren werden

Zwar wächst die Zahl der Menschen auf unserem Planeten seit einiger Zeit insgesamt immer langsamer, jedoch nicht in allen Regionen. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden dem UN-Bericht zufolge etwa dreimal so viele Menschen in Afrika leben wie heute, knapp 4,3 Milliarden – etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung.

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Der moderne Mensch, Homo sapiens, tauchte nach aktuellem Kenntnisstand vor etwa 300.000 Jahren auf. In den vergangenen Jahrtausenden stieg die Zahl der Menschen stetig. Mit längerer Lebenserwartung stieg die Kurve ab etwa dem Jahr 1700 steiler an. Von einer Weltbevölkerung von 2 Milliarden im Jahr 1928 bis zu den heutigen 8 Milliarden Menschen brauchte es keine 100 Jahre.

Die Initiative Earth4All steht unter Federführung des Club of Rome, der Norwegian Business School und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ihr Ziel ist, transformative politische und wirtschaftliche Lösungen für das 21. Jahrhundert zu erarbeiten, mit denen eine nachhaltige Entwicklung innerhalb der planetaren Grenzen erreicht werden kann.