Aktiv vs. Passiv: Was ist der Unterschied?

Aktiv vs. Passiv: Was ist der Unterschied?

In der Englischstunde lernen wir den Unterschied zwischen Aktiv- und Passivsatz. Der Aktivsatz besagt, dass die Person oder das Ding, das durch das Subjekt repräsentiert wird, die Handlung ausführt, die durch das Verb repräsentiert wird. Der Passivsatz macht das Subjekt zu der Person oder dem Ding, auf das die Handlung, die durch das Verb repräsentiert wird, ausgeübt wird.

Beide Sätze beschreiben dieselbe Handlung – Jerry berührt eine Lampe und lässt sie umfallen – wobei der erste Satz Jerry als Subjekt und der zweite die Lampe als Subjekt verwendet.

Der Passivsatz zeichnet sich oft durch die Verwendung einer Verlinkungsverbform (z.B. war, wurde) gefolgt von einem anderen Verb in seiner Partizip-Form (z.B. “Mir wurde eine Gelegenheit gegeben”) aus.

Nützlichkeit des Passivsatzes

Der Passivsatz wird oft als schwache und ausweichende Ausdrucksform kritisiert. Aber er ist nützlich, wenn man betonen möchte, dass eine Handlung stattgefunden hat, anstatt wer sie ausgeführt hat. Er ist auch hilfreich, wenn der Handelnde (auch als Agens bezeichnet) einer Handlung unbekannt ist.

In den Nachrichten

Die Unterschiede zwischen Aktiv- und Passivsatz werden in der Kritik an der Berichterstattung der Medien häufig diskutiert. Bei der Berichterstattung über Verbrechen verwenden die Medien oft Schlagzeilen, die den Passivsatz beinhalten: “Mann wird auf der Elm Street angegriffen” anstatt “Person greift Mann auf der Elm Street an”.

Der Passivsatz ermöglicht eine kürzere Schlagzeile, stellt aber vor allem Informationen in den Vordergrund, die bekannt sind. In vielen Fällen, insbesondere bei Geschichten, die Verbrechen beinhalten, ist die Tatsache des begangenen Verbrechens und gegen wen es begangen wurde, bekannt, bevor klar wird, wer es begangen hat.

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Der Grund für das Passiv ist daher praktisch: Man weiß vielleicht nicht, wer den Angriff durchgeführt hat, sondern nur, dass jemand es getan hat und dass der Angreifer möglicherweise noch flüchtig ist. Selbst wenn ein Angreifer identifiziert wurde, könnten Nachrichtenschreiber die aktive Form vermeiden, aus Angst davor, zu behaupten, dass die vorgeworfenen Taten als Tatsache gelten. (Daher “Verhaftung nach Angriff auf der Elm Street”).

Der Passivsatz wird gelegentlich als Mittel zur Ausdrucksweise der Vermeidung von Verantwortung kritisiert, zum Beispiel wenn man sagt “Es wurden Fehler gemacht” anstelle von “Wir haben einige Fehler gemacht”. Manchmal wird er, wie in unserem Elm Street-Beispiel, dafür kritisiert, dass er die scheinbare Verantwortung auf die Person legt, die die Handlung empfängt (d.h. das Opfer), anstatt auf die Person, die sie ausführt.

Verwirrung zwischen Aktiv- und Passivsatz

Es gibt andere Fälle, die technisch gesehen als Aktivsatz gelten, aber dennoch Sprache verwenden, die den Handelnden von der Handlung distanziert.

Ein Satz wie “Die Lampe fiel um” ist ein Aktivsatz, wirkt aber wie eine passive Aussage, weil kein offensichtlicher verursachender Akteur wie Jerry in “Jerry hat die Lampe umgestoßen” vorhanden ist.

Das kommt auch in der Nachrichtenberichterstattung vor. Ein Satz wie “Ein Stein zerschmetterte das Fenster des Ladens” ist im Aktivsatz formuliert – das Subjekt ist der Stein, das Verb ist zerschmettern und das Objekt ist das Fenster – obwohl er als ausweichend verachtet wird, weil er die Frage vermeidet, wer der Akteur war, der den Stein vorgeschoben hat, der das Glas zerbrochen hat.