1. und 2. Stufe der 1. BImSchV: Grenzwerte und Informationen

1. und 2. Stufe der 1. BImSchV: Grenzwerte und Infos

Die Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) regelt in Deutschland die Emissionen und Grenzwerte zur Einhaltung der europäischen Luftreinhalterichtlinien. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Grenzwerte der 1. BImSchV für kleine und mittlere Feuerungsanlagen in den Stufen 1 und 2.

Stufe 1 und 2 der 1. BImSchV im Überblick

Bestimmte Feuerungsanlagen können ohne Einschränkungen weiterbetrieben werden, wenn sie eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Errichtung der Feuerstätte vor dem 01.01.1950,
  • ausschließliche Beheizung der Wohnung mit Einzelraumfeuerungsanlagen,
  • Grundofen (individuell gefertigte Einzelraumfeuerstätte als Wärmespeicherofen),
  • Badeofen,
  • nicht gewerblich genutzter Herd oder Backofen.

Feuerstätten, die keines dieser Kriterien erfüllen, unterliegen den Grenzwerten für CO- und Staubemissionen sowie dem Mindestwirkungsgrad, die durch die 2-stufige BImSchV festgelegt wurden.

Neuanlagen

Für Anlagen, die nach dem 01.02.2010 erworben wurden, gelten die Emissionswerte der 1. BImSchV in 2 Stufen. Die erste Stufe trat am 22.03.2010 in Kraft und die zweite Stufe am 01.01.2015. Innerhalb eines Jahres nach Errichtung der Feuerstätte muss eine Beratung durch den Schornsteinfeger erfolgen.

Energielabel für Öfen

Um Käufern die Entscheidung beim Kauf zu erleichtern, wurde ein Energielabel für Einzelraumfeuerstätten eingeführt. Ab 2018 müssen Kaminöfen und andere Einzelraumfeuerstätten bis zu 50 kW grundsätzlich mit diesem Energielabel versehen sein. Das Label zeigt die Effizienzklasse und die Leistung in kW an.

Altgeräte

Altanlagen, die vor der Einführung der BImSchV in Betrieb genommen wurden, können unbefristet weiterbetrieben werden, wenn die Abgas-Grenzwerte sowie die Grenzwerte für Staub (0,15 g/m³) und Kohlenmonoxid (4 g/m³) eingehalten werden. Falls die Prüfbescheinigung noch keine Staubwerte enthält, reicht der Nachweis eines CO-Wertes von max. 1,35 g/m² aus. Der Nachweis musste bis zum 31.12.2014 erbracht werden.

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Für Feuerstätten mit Baujahr 1975 bis 1984 endete die Schonfrist am 31.12.2017. Um den Fristen gerecht zu werden, wurde die Feuerstättenampel veröffentlicht, die die verpflichtenden Fristen verdeutlicht.

Zuwiderhandlungen

Der Betrieb einer nicht zugelassenen Feuerstätte oder die Nichteinhaltung der Mindestgrenzwerte können zu Bußgeldern führen. Die Höhe der Bußgelder variiert je nach Bundesland.

Es ist wichtig zu beachten, dass die BImSchV grundsätzlich bundesweit gilt. Einige Städte haben jedoch Verordnungen erlassen, die die Anforderungen der BImSchV noch übertreffen.

Diese Informationen sollen Ihnen bei der Einhaltung der Grenzwerte und bei der Entscheidung für die richtige Feuerstätte helfen.